BA Award 2026 HGK
Der BA Award wird jährlich an Absolvent:innen von fünf Schweizer Designhochschulen vergeben. Ausgezeichnet werden herausragende Abschlussarbeiten, die durch gestalterische Qualität, visionäre Ansätze und gesellschaftliche Relevanz überzeugen. Die Preisträger:innen erhalten Unterstützung beim Berufseinstieg, Zugang zum SDA-Netzwerk sowie eine dreijährige Jungmitgliedschaft. Mehr Infos zu den BA Awards finden sich hier
Für den BA Award 2026 nominierte die HGK folgende Projekte.

Das Gewinner-Projekt
CARU von Miranda Mbetse, Industrial Design
CARU ist ein pädiatrisches Notfallset für kommunale Gesundheitshelfer, die auf schwere Malaria in Subsahara-Afrika reagieren. Farbcodiert und kalibriert für Kinder unter fünf Jahren, ist es ein vollständiges System für die Stunden zwischen einem positiven Testergebnis und der Ankunft im Krankenhaus, ein Zeitfenster, das bisher nicht gestalterisch berücksichtigt wurde. Es behandelt die akuten und tödlichen Komplikationen des Überweisungswegs, einschliesslich Krampfanfällen und Hypoglykämie, durch eigens entwickelte und kulturell verankerte Instrumente für den Hausbesuch und den Weg. CARU erweitert den Moment der gemeindenahen Versorgung um Behandlung, Stabilisierung und begleitete Übergabe. Entwickelt mit Erkenntnissen von Novartis und dem Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut.
Jury Begründung
Das Projekt wurde aufgrund seiner Relevanz und seines fundierten Forschungsansatzes sehr positiv bewertet. Besonders hervorzuheben ist seine Fähigkeit, die Herausforderungen des Managements schwerer Malaria auf Community-Ebene nachvollziehbar darzustellen. Durch die Betrachtung verschiedener Objekte und Interventionspunkte zeigt das Projekt ein klares Bewusstsein für die Komplexität der Patientenüberweisung und sein Potenzial für gesellschaftliche Wirkung und Nachhaltigkeit.
Die weiteren nominierten Projekte
Unfertig by Design – Dinge der Weiterführung
Eine Neuinterpretation des Kachelofens als Einladung zu einem bewussteren Umgang mit Alltagsgegenständen.
von Yannis Hotz
soma°
Massgefertigte Orthesen, die sich an das Fortschreiten arthrosebedingter Schmerzen anpassen.
von Lilian Heller und Zoe Ammann
Re:Play – das reparierbare Spielzeug
Ein Fahrzeug, das so konzipiert ist, dass es mit dem Kind wächst und ihm die Freude an der Reparatur vermittelt.
von Jeremias Rentsch
Soft Products
Eine Kollektion, in der textile Techniken auf Möbelstücke übertragen werden.
von Juri Nievergelt
Peter — Autonomous Sharing-Bike
Ein autonomes Velosharing-System, das die Mobilität in der Stadt vereinfachen und gleichzeitig die Reparaturfreundlichkeit, die Kreislaufwirtschaft und die soziale Inklusion fördern soll.
von Silas Moser
Die Jurymitglieder
- Marc Gerber | Industrial Designer
- Laure Krayenbühl | Produktdesignerin und Innenarchitektin (Jury-Vorsitz)
- Helen Muggli | Projektmanagerin im Startup-Bereich
- Milan Rohrer | Industrial Designer
- Mirjam Rombach | Redaktorin Design & Kultur