Lohn- und Honorarstudie
Eine empirische Bestandsaufnahme
Mit der neuen Lohn- und Honorarstudie legt die Swiss Design Association erstmals eine umfassende Datengrundlage zur wirtschaftlichen Lage von Designerinnen und Designern in der Schweiz vor.
Die Studienresultate
Die Ergebnisse zeichnen ein vielschichtiges und differenziertes Bild der wirtschaftlichen Realität im Schweizer Design.
Sie zeigen deutlich, dass sich die Einkommenssituation von angestellten und selbstständigen Designer:innen markant unterscheidet und dass geschlechtsspezifische Unterschiede über verschiedene Tätigkeits- und Verantwortungsbereiche in der Designbranche überdurchschnittlich hoch sind.
Bei den Honoraren wird sichtbar, dass vor allem Seniorität, Erfahrung und Führungsverantwortung die Höhe der Vergütung bestimmen, während die Art der erbrachten Leistung eine geringere Rolle spielt. Gleichzeitig berichten viele Designer:innen von einer erhöhten wirtschaftlichen Unsicherheit, die sich sowohl in der Einschätzung ihrer aktuellen beruflichen Situation als auch in Bezug auf Zukunfts- und Vorsorgefragen bemerkbar macht.
Auch die Auswertung der Ausbildungswege offenbart klare Muster: Insbesondere praxisorientierte Bildungsabschlüsse weisen im Schweizer Designmarkt einen hohen Arbeitsmarktwert auf, während akademische Qualifikationen nicht automatisch zu besseren Einkommensperspektiven führen.
Der SDA Lohn- und Honorarmonitor: Orientierungsinstrument für Designer:innen und Arbeitgeber:innen, für Bildungsinstitutionen sowie für kultur- und wirtschaftspolitische Entscheidungsträger:innen.
Als langfristiges Beobachtungsinstrument konzipiert, sollen die Darstellungen im Zweijahresrhythmus aktualisiert werden. Dadurch wird es erstmals die Möglichkeit geben, die Entwicklung von Löhnen und Honoraren im Schweizer Design über mehrere Jahre hinweg zu verfolgen und Trends, Veränderungen und strukturelle Herausforderungen sichtbar zu machen.
Zentrale Erkenntnisse der Studie
Die Studienergebnisse zeigen zentrale Bereiche mit Handlungsbedarf auf:
- Strukturelle Einkommens- und Stabilitätsunterschiede zwischen Anstellung und Selbstständigkeit
- Persistente geschlechtsspezifische Einkommens- und Honorarunterschiede (Gender Pay Gap)
- Ungleiche Einkommensentwicklung in Abhängigkeit von Berufserfahrung und Erwerbsform
- Überdurchschnittlicher Einkommensnutzen praxisorientierterBildungsabschlüsse
- Systematischer Einkommensvorteil strategischer gegenüber operativen Designrollen
- Mangelnde Transparenz bei Honoraren und fehlende marktweite Orientierungshilfen
Wie die SDA weiterarbeitet
Die SDA nutzt diese Erkenntnisse als Grundlage für die nächsten Schritte und setzt sich gemeinsam mit ihren Mitgliedern sowie Partnern aus Politik, Wirtschaft und Bildungsinstitutionen dafür ein, Transparenz und Fairness im Schweizer Design zu stärken und die Rahmenbedingungen des Berufsstands dauerhaft zu verbessern.
Melde dich hier für den Newsletter an um auf dem Laufenden zu bleiben und bei der nächsten Erhebung mitzumachen.