Jungmitglied
Melina Haupt
Portfolio
Diplomarbeit: gebunden – gelöst
Droits: Melina Haupt
Durée: April 2026 - Juni 2026
Die fünf Badetücher dieser Kollektion übersetzen unterschiedliche Zustände von Wasser – vom dunklen, dichten Raum der Tiefe bis zur offenen, reflektierenden Oberfläche. Jedes Tuch greift eine spezifische Qualität von Wasser auf – Bewegung, Ruhe, Verdichtung oder Licht. Inspiriert von Strömungen, Oberflächen und Farbverläufen im Wasser habe ich natürliche Bewegungsprinzipien untersucht und in Färbeprozesse übertragen. Mich interessierte dabei weniger das bildhafte Darstellen von Wasser als dessen Verhalten: fliessend, richtungslos, teilweise lenkbar und trotzdem eigenständig. Diese Eigenschaften finden sich auch im Färbeprozess wieder, in dem sich Farbe ausbreitet, verdichtet oder verläuft, ohne sich vollständig steuern zu lassen. Entstanden sind die Arbeiten mit der japanischen Abbindetechnik Shibori. Durch Falten, Wickeln und Abbinden habe ich gezielt in die Stoffe eingegriffen, ohne das endgültige Ergebnis vollständig bestimmen zu können. Erst beim Öffnen zeigte sich, wie sich die Farbe entlang von Verdichtungen, Spannungen und offenen Stellen im Material bewegt hat. Die entstandenen Strukturen balancieren zwischen Kontrolle und Unvorhersehbarkeit. Auf den Tüchern sind Gebrauchsspuren sichtbar, denn für die Arbeit habe ich ausgemusterte Baumwoll-Pestemals aus dem Dampfbad Basel verwendet. Ihre charakteristischen Webstreifen bleiben als grafisches Element unter der Farbe sichtbar und wurden teilweise in die Gestaltung integriert. Die Pestemals werden dadurch transformiert und als textile Unikate neu wahrgenommen. Die Arbeit versteht Textil als ein Medium, das Zustände nicht abbildet, sondern erfahrbar macht.
Droits: Melina Haupt
Durée: April 2026 - Juni 2026
Die fünf Badetücher dieser Kollektion übersetzen unterschiedliche Zustände von Wasser – vom dunklen, dichten Raum der Tiefe bis zur offenen, reflektierenden Oberfläche. Jedes Tuch greift eine spezifische Qualität von Wasser auf – Bewegung, Ruhe, Verdichtung oder Licht. Inspiriert von Strömungen, Oberflächen und Farbverläufen im Wasser habe ich natürliche Bewegungsprinzipien untersucht und in Färbeprozesse übertragen. Mich interessierte dabei weniger das bildhafte Darstellen von Wasser als dessen Verhalten: fliessend, richtungslos, teilweise lenkbar und trotzdem eigenständig. Diese Eigenschaften finden sich auch im Färbeprozess wieder, in dem sich Farbe ausbreitet, verdichtet oder verläuft, ohne sich vollständig steuern zu lassen. Entstanden sind die Arbeiten mit der japanischen Abbindetechnik Shibori. Durch Falten, Wickeln und Abbinden habe ich gezielt in die Stoffe eingegriffen, ohne das endgültige Ergebnis vollständig bestimmen zu können. Erst beim Öffnen zeigte sich, wie sich die Farbe entlang von Verdichtungen, Spannungen und offenen Stellen im Material bewegt hat. Die entstandenen Strukturen balancieren zwischen Kontrolle und Unvorhersehbarkeit. Auf den Tüchern sind Gebrauchsspuren sichtbar, denn für die Arbeit habe ich ausgemusterte Baumwoll-Pestemals aus dem Dampfbad Basel verwendet. Ihre charakteristischen Webstreifen bleiben als grafisches Element unter der Farbe sichtbar und wurden teilweise in die Gestaltung integriert. Die Pestemals werden dadurch transformiert und als textile Unikate neu wahrgenommen. Die Arbeit versteht Textil als ein Medium, das Zustände nicht abbildet, sondern erfahrbar macht.
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Melina Haupt
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Curriculum Vitae
Farben, Formen, Materialien, die Resonanz in mir auslösen.
Textilien sind dabei Erinnerung, Sinnlichkeit und Berührung zugleich. Sie schaffen Nähe zwischen Mensch und Natur, Körper und Material. Schon von den ersten Momenten an sind Textilien Teil unserer Umgebung – das Gefühl von Bettlaken zwischen den Fingern, in Tücher eingehüllt zu werden, der Duft frisch gewaschener Wäsche. Sie tragen Erinnerungen an Haptik, Textur und vertraute Materialien aus einer Zeit, in der Worte noch nicht existierten, wie Gerüche oder Berührungen.
Diese sinnlichen Erfahrungen begleiten meine Arbeit.
Haptik, Fall, Farbe und Materialität der Stoffe lassen Emotionen und Geschichten spürbar werden.
Arbeitserfahrung:
-2023 – 2025 Schneiderin (Tempörar/Teilzeit)
Nathalie Schweizer Bademode, Zürich
-2023 – 2024 Kostüm Stage, Film: Stiller (2025)
C-Films, Zürich
Ausbildung
-09/2024 – 07/2026 HF Professional Bachelor in Produktdesign, Spezialisierung: Textildesign
Schule für Gestaltung, Basel
-08/2020 – 07/2023 Bekleidungsgestalterin EFZ, Damenmode
modeco - Schweizerische Fachschule für Mode und Gestaltung, Zürich
Auszeichnungen
-2026 HF Special Recognition for Excellent Design Performance
Ausgezeichnet für Diplomarbeit: “gebunden – gelöst. Die fliessenden Grenzen zwischen Kontrolle und Zufall.“